G&T

Es sind nur ein paar Eiswürfel, Bitterorangenlimonade und ein wenig Brockmans-Gin. Dazu eine Lucky-Strike. Glück kann so einfach sein. Vielleicht noch ein Stückchen Schokolade. Der Fernseher läuft. ‚Hank Moody und Charlie Runkle stehen morgens am Strand von Long-Beach nach durchzechter Nacht.‘ Der Gin in mir lässt die Erinnerungen hoch kommen.

Ich saß genau hier auf den Sofa, so wie jetzt. Californication lief. Sylvie war im Bad. Ich hörte das Wasser der Dusche, zog an einer Lucky, ein Lächeln auf den Lippen. Wir hatten nach dem Essen gefickt. Ein ganz besonderer Nachtisch.Sie war auf dem Weg nach Hamburg, wie so oft schon. Wir sahen uns nur ein- bis zweimal im Jahr, dann aber richtig. Wir brachten uns dabei immer auf den neuesten Stand der Dinge. Sprachen über neue Liebschaften und große Lieben. Schauten Californication, eine Leidenschaft die uns beide verband. Bei der wir beide einfach abschalteten. Eine kleine Auszeit von der Welt da draußen. Mit Pizza, Rotwein und Sex. In Höschen und Shirt. Keine Termine für 24 Stunden, kein Dresscode, kein Business.Ihr Fahrer brachte sie zu mir und holte sie am nächsten Morgen wieder ab. Er war wohl der einzige der von unserem kleinen Geheimnis wusste.

Sie kam aus dem Bad. Nur ein Handtuch vorne um ihre kleine süßen Brüste gebunden. Die Haare noch nass von der Dusche. Ging kurz an den Kühlschrank schnappte sich einen Joghurt und plumpste neben mir aufs Sofa. »Na du !« sagte sie mit einem Lächeln, legte die Beine hoch und löffelte mit Genuss langsam ihren Becher leer. Ich schaute sie an. Da saß eine Frau, die noch vor ein paar Stunden einen Konzern mit über sechshundert Leuten geleitet hatte, auf meinem Sofa. Mit so gut wie nichts an und strahlte wie ein kleines Mädchen.

»Was???« fragte sie als sie meinen Blick sah. »Du siehst glücklich aus, und so verdammt scharf!« erwiderte ich. Sie lachte. »Ich liebe unsere kleinen Auszeiten. Hier bei dir kann ich mich fallen lassen, tun und lassen was ich will. Ich kann einfach ich sein.« sie küsste mich auf die Wange. Dann schaute sie zum Fernseher, wo Hank gerade die falsche Frau mit der Zunge verwöhnte. Sie musste Lachen.

»Scharf sagst du, wie scharf?« sie grinste. »Mmmhmm« sagte ich. »So scharf?« sie nickte zum Fernseher. »Genau so scharf!« jetzt grinste ich. Ich vergrub meinen Kopf in ihrem Schoß. Draussen begann es zu Regnen und es war uns egal. 

Ich nehme noch einen Schluck G&T. Ziehe an der Lucky. Der Gedanke an uns lässt mich wieder lächeln. ‚Hank fährt dem Sonnenuntergang entgegen und grinst auch.‘

Charles Henry Blanc

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Der Duft der Frauen

duft
Ich war nicht immer der Typ der ich heute bin, aber wer kann das schon von sich behaupten. Frauen kamen in mein Leben und gingen wieder. Wundervolle Geschöpfe. Jede auf ihre ganz eigene besondere Art und Weise einzigartig. Mein Verhältnis zu ihnen war schon immer besonders. Weil ich Frauen einfach mag. Ich hab mich bei ihnen wohl gefühlt und tue es noch. Ich mochte schon damals ihren Duft, der so einzigartig war wie jede einzelne von ihnen.

Mir hat es schon ganz früher nichts gegeben mit den anderen Jungs auf dem Schulhof abzuhängen, über die Mädchen her zuziehen und dumme Sprüche zu machen. Ich war immer gerne bei ihnen. Bei den Mädchen konnte man soviel lernen. In ihre Welt eintauchen, die so ganz anders war als die von uns Jungs. Man musste nur zuhören.

Mein Vater hat mal gesagt: »In jedem Mädchen steckt eine tolle Frau die raus will, und es liegt an uns ihnen dabei zu helfen.« den Spruch hatte er wahrscheinlich von meiner Mutter denn das konnte nicht auf seinem Mist gewachsen sein. Aber darin steckt soviel Wahrheit.

Es war auf jeden Fall eine tolle Zeit damals. Ich war ein aufmerksamer Zuhören und Beobachter. Viele der Mädchen sind dann leider so geworden wie es die Jungs mit ihren dummen Sprüchen prophezeit hatten. Aber die ein oder andere ist heute wundervoller den je. Duften tun sie auch immer noch so gut wie damals auf dem Schulhof, und all zu gerne verliere ich mich darin.

Charles

 

Für immer verloren

frau Sie war frisch geschieden, als wir im Supermarkt ineinander rannten. Wir schauten uns an. Nach wenigen Worten tauschten wir die Handynummern. Zwei Tage und sechs SMS später
war ich bei ihr zu Hause eingeladen. Diese klassische Jungs-Fantasie, eine gut aussehende Mutter flachzulegen. Ich hatte es mir oft ausgemalt. Auch wenn ich kein Teenager mehr war, der Traum blieb.
Mit einer Flasche Rotwein stand ich vor ihrer Tür. Sie öffnete in verdammt kurzem Rock und Highheels. Das wenige Licht kam von Kerzen. Wir setzten uns aufs Sofa. Ich
redete kaum. Wusste nicht was. Ich hörte zu und trank. Ich wollte verführt werden, so
wie ich es all die Jahre tausendmal in Gedanken durchgespielt hatte. Wollte
das willenlose Opfer sein, das von der Frau gnadenlos benutzt wird. Ein Junge mit Schwanz und Händen und Zunge…Ohne Verstand.
Sie erzählte von ihrem Ex-Mann, den Kindern, der Scheidung. Ich sah sie schon nackt vor mir. Irgendwann legte ich meine Hand auf ihr Bein. Sie begann, mich zu küssen. Zwei Minuten später öffnete sie meine Hose, drei Minuten später küsste sie mich überall, vier Minuten später nur noch meinen Schwanz. Perfekt. Der kürzeste Weg zum Ziel, den ich je genommen hatte.
Jede ihrer Berührungen war wie aus einem Porno abgeguckt. Als sie ihre Pfennigabsätze gegen meine Schenkel drückte, konnte ich zwischen Fantasie und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden. Wo immer ich sie küsste oder berührte, sie sagte, genau wie sie es haben wollte. Wir ergänzten uns optimal. Sie war hart und versaut. Ich genau so einfühlsam oder grob, gerade so wie sie es von mir verlangte. Ich profitierte von ihrem Porno-Talent und sie davon, dass mich das zu ihrem Spielzeug machte.
Sie kam beim Vorspiel, und sie kam beim Sex. Als ich kam, fühlte es sich leer an. Ich hatte wahnsinnigen Sex mit einer tollen Frau, aber eine wunderbare Fantasie für immer verloren.
Charles

Paris 1988-1990 [chapter three]

image Die Sonne ging gerade unter, als wir von Süden her wieder nach Paris fuhren. Der Sommer war zu ende. Caroline schlief neben mir. Ein Lächeln umgab ihr Gesicht. Als wir ankamen, wollte ich sie bei ihren Eltern absetzen. Wir standen vor dem Haus. » Pas aujourd’hui.« sagte sie und legte ihren Kopf auf meine Schulter. »Nimm mich mit zu dir. Ich will heute Nacht noch geniessen« Ich küsste sanft ihre Stirn und warf meine alten Käfer wieder an.

Die Wohnung war leer. Fred war wohl noch unterwegs, Lien bestimmt auf der Arbeit und Emma war im Süden geblieben um mit den Leuten von der Eventagentur ein paar Dinge zu regeln. Wir stellten unser Taschen ab und ließen uns aufs Bett fallen. Meine kleine Caroline sah so verdammt süß aus. Die Sonne, den ganzen Sommer über, hatte nicht nur unseren Seelen gut getan. Wir küssten uns zärtlich .
»Ich habe Hunger!« Caroline lächelte.
»Dann lass uns was essen.«
Ich stand auf und ging in die Küche, wo ich Brot fand. Wein und Käse hatten wir mitgebracht. Als ich aus der Küche kam, lag Caroline immer noch auf dem Bett. Sie hatte alles bis auf ihr Höschen ausgezogen. Zwei Gläser standen auf einem Tablett, der Käse daneben. Sie winkte mit der Flasche.
»Komm schnell zu mir! «
Ich musste lächeln. Dann gab ich ihr das Brot. Schnell hatte auch ich alles bis auf die Boxershorts aus und lag neben ihr und kramte unterm Bett den Korkenzieher hervor. Picknick auf dem Bett, wie so oft in Südfrankreich. Draussen hörte man leise einen Donner. Es zog ein Gewitter auf. Wir genossen den Käse und den Wein.

Als der Regen gegen die Fenster schlug, lagen wir uns in den Armen. Wir küssten uns. Sanft und zärtlich streichelte ich ihre Brüste.
»Ich will nicht das der Sommer zu Ende geht« Caroline schaute mich mit ihren Rehaugen an.
»Heute Nacht nicht« sagte ich. »Nicht heute Nacht«
Dann zog ich sie fest an mich. Die Leidenschaft packte uns. Es waren keine Worte mehr nötig. Unser Atem zeigte uns den Weg. Danach schliefen wir ein, meine Arme fest um sie gelegt, ihr süßer Hintern an meinem Becken. Der Regen hatte aufgehört.

Am nächsten Morgen wachten wir mit den ersten Sonnenstrahlen auf. »Bonjour ma puce!«
ich küsste ihre Schulter.
»Bonjour chéri«
Caroline wollte nicht raus. Ich ging in die Küche. Die anderen schliefen noch. Als ich mit zwei ‚café au lait‘ zurück kam, hatte sie sich in die Bettdecke eingerollt und war wieder eingeschlafen. Ich hätte sie noch stundenlang anschauen können, doch der Alltag hatte uns wieder.

Charles

Der Feuerwehrball [chapter two]

fire

Als wir aus dem Taxi stiegen schaute mich der Fahrer nur mit einem Kopfschütteln  an. Ich zahlte und wir gingen hoch zu mir.
Nach der kleinen wilden Episode auf der Feuerwache hatten wir den Ball verlassen.
»Wo ist dein Kerl?« hatte ich gefragt.
»Vergiss ihn, der säuft mit seinen Jungs bestimmt schon woanders.«
Wir waren in das Taxi gestiegen. Machten da weiter, wo wir aufgehört hatten.

Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, fingen wir gleich wieder an und küssten uns. Sie lehnte sich zurück an die Tür. Ich presste meinen Körper an den Ihren. Dann nahm ich ihre Hände und hielt sie über ihrem Kopf zusammen. Mit der anderen Hand griff ich unter ihr Sommerkleid. Als meine Finger den Weg in ihr Höschen fanden, drückte sie mir ihr Becken entgegen. Unser Atem wurde immer wieder durch Stöhnen unterbrochen. Wir waren wie zwei Wilde. Ich ging in die Knie, streifte ihr den Slip von ihrem Po und vergrub mein Gesicht in ihrem Schoß. Sie packte meine Haare und drückte meinen Kopf zwischen ihre Schenkel. Den süssen Geschmack ihrer Muschi auf meinen Lippen verwöhnte ich sie mit meiner Zunge. Ich hörte ihren Atem und das Stöhnen.

Nach einem endlosen Moment ließ der Druck ihrer Hände nach. Ich kam wieder hoch und sie schob mich rüber zum Bett, auf das ich mich rückwärts fallen lies. Sie blieb stehen und zog sich aus. Sie war die Sinnlichkeit in Person. Auch ich zog mein Shirt aus. Dann kniete sie sich zwischen meine Beine und öffnete meine Hose. Meine Lust war nicht zu übersehen. Als ich ihre Lippen spürte, musste ich an mich halten. Ich wollte sie und ich wollte sie ‚jetzt‘. Ich zog sie zu mir hoch. Wild küssend liebten wir uns, bis wir erschöpft Arm in Arm einschliefen.

Ich schaute zu ihr rüber aufs Bett und drückte den Knopf. Als die Maschine brummend einen Espresso raus lies, öffnete sie die Augen und sah zu mir rüber.
»Machst du mir auch einen?« sagte sie mit leicht verschlafener Stimme.
»Espresso oder Cappuccino?« fragte ich mit einem Lächeln.
»Cappuccino bitte« sagte sie mit dem süßesten Lächeln, das ich seit langem gesehen hatte.
Wir verbrachten noch den halben Tag im Bett. Unsere Lust war noch nicht gestillt.

Die Sonne schien, aber das würde sie morgen auch noch tun.

Charles

Der Feuerwehrball [chapter one]

fire

Die Sonne schien durchs Fenster und weckte mich. Eng an mich geschmiegt lag sie neben mir. Mit einem leichten Lächeln auf ihren Lippen selig schlafend. Sie hatte ein Bein auf meine gelegt. Ich konnte ihren süssen Hintern sehen und erinnerte mich gleich an die vergangene Nacht. An das was auf der Feuerwache beim Fest gelaufen war und später hier bei mir.

Ich wollte sie nicht wecken. Deshalb löste ich mich vorsichtig und schlich rüber in die Küche. Ich schaltete die Espressomaschine ein. Schaute zurück zum Bett. Sie sah wundervoll aus wie sie da lag. Ihr langes Haar verteilte sich über das weiße Kopfkissen. Wieder sah ich diesen süssen Po. Ich dachte daran wie ich ihn gestern Nacht gepackt hatte.
»Süsser Hintern« hatte ich ihr auf dem Feuerwehrball ins Ohr gehaucht.
»Dann schau genau hin!« hatte sie mit einem Lächeln erwidert.
Das Ding sah aber auch zu gut aus unter ihrem Sommerkleidchen. Immer wieder trafen sich unsere Blick und egal wo sie stand, sorgte sie dafür das ich auf meine Kosten kam.

Die Stimmung auf dem Ball war ausgelassen. Sie war nicht alleine auf da. Soviel konnte ich sehen. Ihre Begleitung hatte aber andere Dinge im Kopf. Er trank mit ein paar anderen Jungs ein Bier nach dem anderen. Was ihr offensichtlich missfiel. Wir tanzten und flirteten. Sie war sauer auf den Typen. Immer wieder schaute sie böse zu ihm rüber. Irgendwann gingen wir an die Bar. Ich bestellte zwei Gin-Tonic.
»Du bist sauer« sagte ich.
»Ja, dieser Idiot, immer das gleiche Spiel« erwiderte sie.
»Kann ich dir was gutes tun?« hauchte ich ihr ins Ohr.
Sie schaute mich an. Dann nahm sie meine Hand und wir verschwanden in den Raum mit den Schläuchen und der Ausrüstung der Feuerwache.

Sie lehnte sich an eine Wand.
»An was hast du denn gedacht?«
Ich trat ganz nah an sie heran. Wir schauten uns an, dann küsste ich sie sanft. Unsere Lippen berührten sich kaum merklich.
»So was in der Art« sagte ich danach leise in ihr Ohr.
»Fühlt sich gut an. Gibt es davon noch mehr?« hauchte sie mir genau so leise in mein Ohr.
Wieder küssten wir uns, diesmal länger und ein wenig fordernder. Als ich meine Arme um sie legte und an mich drückte, hörte ich ein kleines »Mhmmm«.
Wir knutschten immer hemmungsloser und vergaßen die Welt um uns. Hände suchten und fanden. Unsere Körper schrien nach mehr…

Charles

Paris 1988-1990 [chapter two]

cafe
Die erste Zeit war schrecklich. Der Job war nicht das was Jules mir erzählt hatte. Das Büro suchte keinen Architekten sondern einen Zeichner. Ich nahm ihn trotzdem an denn ich wollte aus der Bude raus. Ich traf mich weiter mit Caroline. Wenn wir zu zweit unterwegs waren war sie so ganz anders. Sie zeigte mir die Stadt. Mein französisch wurde immer besser. Wir lachten viel. Auch kamen wir uns immer näher. Ich glaube sie mochte es, dass ich sie nicht nur als das kleine verwöhnte Mädchen sah wie viele ihrer ‚Freunde‘. Sie fühlte sich wohl bei mir. Und ich bei ihr.
Es dauerte ganze drei Monate bis ich mit ihrer Hilfe eine neue Bleibe fand. Ein grosses Zimmer in einer Wohngemeinschaft in der ‚Rue Brochant‘ im 17. Arrondissement. Meine Mitbewohner waren Fred, ein Kunststudent der sich nebenbei als Straßenmaler versuchte. Lien ein chinesischer Kellner der in dem Restaurant seines Onkels arbeitete, sowie Emma, die eigentlich aus der Nähe von Nizza kam und bei einer Eventagentur beschäftigt war. Ich arbeitete viel. Denn das Leben in Paris war alles andere als günstig. Hin und wieder jobbte ich am Wochenende auf Veranstaltungen als Kellner. Wir waren ein bunter Haufen.

Mein kleines Reich wurde stetig komfortabler. Die wenige freie Zeit verbrachte ich weiter mit Caroline. Sie war mit ihrem Jurastudium ein Semester im Rückstand weil sie zuviel Zeit mit den falschen Leuten hinter sich hatte. Sie sah was ich auf die Beine stellte. Das war ihre Motivation. Es war trotz allem eine Zeit der Leichtigkeit. Wir schliefen wenn wir müde waren. Wir aßen wenn wir Hunger hatten, und liebten uns wenn wir Lust hatten. Keine Gedanken an den nächsten Tag, kein Grübeln über Gestern.

Dann kam der Sommer. Emma hatte uns eingeladen mit an die Côte d’Azur zu fahren. Ihre Eltern hatten ein grosses Haus. In dem es Platz ohne ende gab. So fuhren wir mit meinem alten Käfer in den Süden.

Unterschiedlicher können zwei Regionen eines Landes wohl kam sein. Hier im Süden schienen die Uhren langsamer zu laufen. Die Sonne und das Meer taten ihr übriges. All die Hektik und der Trubel der Großstadt wurden durch eine gottgleiche Gelassenheit ersetzt, die ich später, zurück in Paris, vermissen sollte.
Wir lernten das andere Frankreich kennen. Die Menschen hier nahmen sich nicht so ernst. Es gab nichts was nicht auch am nächsten Tag hätte erledigt werden können. Wir saßen in kleinen Cafés direkt am Strand, die Füsse im Sand. Tranken Rosé und aßen frischgegrillten Fisch. Wir spielten Boule mit alten Männern. Schlenderten über Märkte und vergassen die Zeit. Paris war soweit weg.

Das Haus hatten wir meistens für uns alleine. Wir schliefen oft lange so das alle schon ausgeflogen waren wenn wir aufstanden. Ich liebte es dann im Garten zu liegen. Umgeben von Lavendel, Olivenbäumen und dem Singen der Zikaden. Liebte es, meine kleine Caroline dabei zu beobachten wenn sie sich fertig machte. Wenn sie bei offenem Fenster, nur im Slip vor dem Spiegel stand, sich eincremte, dabei ihrem Spiegelbild prüfende Blicke zu warf. Ich war fasziniert von der Ernsthaftigkeit mit der sie das tat. Momente einer flüchtigen Intimität und uninszenierter Schönheit. Ich hatte mich verliebt, soviel stand fest.
Und nicht nur in Caroline.
Charles