Paris 1988-1990 [chapter three]

image Die Sonne ging gerade unter, als wir von Süden her wieder nach Paris fuhren. Der Sommer war zu ende. Caroline schlief neben mir. Ein Lächeln umgab ihr Gesicht. Als wir ankamen, wollte ich sie bei ihren Eltern absetzen. Wir standen vor dem Haus. » Pas aujourd’hui.« sagte sie und legte ihren Kopf auf meine Schulter. »Nimm mich mit zu dir. Ich will heute Nacht noch geniessen« Ich küsste sanft ihre Stirn und warf meine alten Käfer wieder an.

Die Wohnung war leer. Fred war wohl noch unterwegs, Lien bestimmt auf der Arbeit und Emma war im Süden geblieben um mit den Leuten von der Eventagentur ein paar Dinge zu regeln. Wir stellten unser Taschen ab und ließen uns aufs Bett fallen. Meine kleine Caroline sah so verdammt süß aus. Die Sonne, den ganzen Sommer über, hatte nicht nur unseren Seelen gut getan. Wir küssten uns zärtlich .
»Ich habe Hunger!« Caroline lächelte.
»Dann lass uns was essen.«
Ich stand auf und ging in die Küche, wo ich Brot fand. Wein und Käse hatten wir mitgebracht. Als ich aus der Küche kam, lag Caroline immer noch auf dem Bett. Sie hatte alles bis auf ihr Höschen ausgezogen. Zwei Gläser standen auf einem Tablett, der Käse daneben. Sie winkte mit der Flasche.
»Komm schnell zu mir! «
Ich musste lächeln. Dann gab ich ihr das Brot. Schnell hatte auch ich alles bis auf die Boxershorts aus und lag neben ihr und kramte unterm Bett den Korkenzieher hervor. Picknick auf dem Bett, wie so oft in Südfrankreich. Draussen hörte man leise einen Donner. Es zog ein Gewitter auf. Wir genossen den Käse und den Wein.

Als der Regen gegen die Fenster schlug, lagen wir uns in den Armen. Wir küssten uns. Sanft und zärtlich streichelte ich ihre Brüste.
»Ich will nicht das der Sommer zu Ende geht« Caroline schaute mich mit ihren Rehaugen an.
»Heute Nacht nicht« sagte ich. »Nicht heute Nacht«
Dann zog ich sie fest an mich. Die Leidenschaft packte uns. Es waren keine Worte mehr nötig. Unser Atem zeigte uns den Weg. Danach schliefen wir ein, meine Arme fest um sie gelegt, ihr süßer Hintern an meinem Becken. Der Regen hatte aufgehört.

Am nächsten Morgen wachten wir mit den ersten Sonnenstrahlen auf. »Bonjour ma puce!«
ich küsste ihre Schulter.
»Bonjour chéri«
Caroline wollte nicht raus. Ich ging in die Küche. Die anderen schliefen noch. Als ich mit zwei ‚café au lait‘ zurück kam, hatte sie sich in die Bettdecke eingerollt und war wieder eingeschlafen. Ich hätte sie noch stundenlang anschauen können, doch der Alltag hatte uns wieder.

Charles

Der Feuerwehrball [chapter two]

fire

Als wir aus dem Taxi stiegen schaute mich der Fahrer nur mit einem Kopfschütteln  an. Ich zahlte und wir gingen hoch zu mir.
Nach der kleinen wilden Episode auf der Feuerwache hatten wir den Ball verlassen.
»Wo ist dein Kerl?« hatte ich gefragt.
»Vergiss ihn, der säuft mit seinen Jungs bestimmt schon woanders.«
Wir waren in das Taxi gestiegen. Machten da weiter, wo wir aufgehört hatten.

Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, fingen wir gleich wieder an und küssten uns. Sie lehnte sich zurück an die Tür. Ich presste meinen Körper an den Ihren. Dann nahm ich ihre Hände und hielt sie über ihrem Kopf zusammen. Mit der anderen Hand griff ich unter ihr Sommerkleid. Als meine Finger den Weg in ihr Höschen fanden, drückte sie mir ihr Becken entgegen. Unser Atem wurde immer wieder durch Stöhnen unterbrochen. Wir waren wie zwei Wilde. Ich ging in die Knie, streifte ihr den Slip von ihrem Po und vergrub mein Gesicht in ihrem Schoß. Sie packte meine Haare und drückte meinen Kopf zwischen ihre Schenkel. Den süssen Geschmack ihrer Muschi auf meinen Lippen verwöhnte ich sie mit meiner Zunge. Ich hörte ihren Atem und das Stöhnen.

Nach einem endlosen Moment ließ der Druck ihrer Hände nach. Ich kam wieder hoch und sie schob mich rüber zum Bett, auf das ich mich rückwärts fallen lies. Sie blieb stehen und zog sich aus. Sie war die Sinnlichkeit in Person. Auch ich zog mein Shirt aus. Dann kniete sie sich zwischen meine Beine und öffnete meine Hose. Meine Lust war nicht zu übersehen. Als ich ihre Lippen spürte, musste ich an mich halten. Ich wollte sie und ich wollte sie ‚jetzt‘. Ich zog sie zu mir hoch. Wild küssend liebten wir uns, bis wir erschöpft Arm in Arm einschliefen.

Ich schaute zu ihr rüber aufs Bett und drückte den Knopf. Als die Maschine brummend einen Espresso raus lies, öffnete sie die Augen und sah zu mir rüber.
»Machst du mir auch einen?« sagte sie mit leicht verschlafener Stimme.
»Espresso oder Cappuccino?« fragte ich mit einem Lächeln.
»Cappuccino bitte« sagte sie mit dem süßesten Lächeln, das ich seit langem gesehen hatte.
Wir verbrachten noch den halben Tag im Bett. Unsere Lust war noch nicht gestillt.

Die Sonne schien, aber das würde sie morgen auch noch tun.

Charles

Der Feuerwehrball [chapter one]

fire

Die Sonne schien durchs Fenster und weckte mich. Eng an mich geschmiegt lag sie neben mir. Mit einem leichten Lächeln auf ihren Lippen selig schlafend. Sie hatte ein Bein auf meine gelegt. Ich konnte ihren süssen Hintern sehen und erinnerte mich gleich an die vergangene Nacht. An das was auf der Feuerwache beim Fest gelaufen war und später hier bei mir.

Ich wollte sie nicht wecken. Deshalb löste ich mich vorsichtig und schlich rüber in die Küche. Ich schaltete die Espressomaschine ein. Schaute zurück zum Bett. Sie sah wundervoll aus wie sie da lag. Ihr langes Haar verteilte sich über das weiße Kopfkissen. Wieder sah ich diesen süssen Po. Ich dachte daran wie ich ihn gestern Nacht gepackt hatte.
»Süsser Hintern« hatte ich ihr auf dem Feuerwehrball ins Ohr gehaucht.
»Dann schau genau hin!« hatte sie mit einem Lächeln erwidert.
Das Ding sah aber auch zu gut aus unter ihrem Sommerkleidchen. Immer wieder trafen sich unsere Blick und egal wo sie stand, sorgte sie dafür das ich auf meine Kosten kam.

Die Stimmung auf dem Ball war ausgelassen. Sie war nicht alleine auf da. Soviel konnte ich sehen. Ihre Begleitung hatte aber andere Dinge im Kopf. Er trank mit ein paar anderen Jungs ein Bier nach dem anderen. Was ihr offensichtlich missfiel. Wir tanzten und flirteten. Sie war sauer auf den Typen. Immer wieder schaute sie böse zu ihm rüber. Irgendwann gingen wir an die Bar. Ich bestellte zwei Gin-Tonic.
»Du bist sauer« sagte ich.
»Ja, dieser Idiot, immer das gleiche Spiel« erwiderte sie.
»Kann ich dir was gutes tun?« hauchte ich ihr ins Ohr.
Sie schaute mich an. Dann nahm sie meine Hand und wir verschwanden in den Raum mit den Schläuchen und der Ausrüstung der Feuerwache.

Sie lehnte sich an eine Wand.
»An was hast du denn gedacht?«
Ich trat ganz nah an sie heran. Wir schauten uns an, dann küsste ich sie sanft. Unsere Lippen berührten sich kaum merklich.
»So was in der Art« sagte ich danach leise in ihr Ohr.
»Fühlt sich gut an. Gibt es davon noch mehr?« hauchte sie mir genau so leise in mein Ohr.
Wieder küssten wir uns, diesmal länger und ein wenig fordernder. Als ich meine Arme um sie legte und an mich drückte, hörte ich ein kleines »Mhmmm«.
Wir knutschten immer hemmungsloser und vergaßen die Welt um uns. Hände suchten und fanden. Unsere Körper schrien nach mehr…

Charles

Paris 1988-1990 [chapter two]

cafe
Die erste Zeit war schrecklich. Der Job war nicht das was Jules mir erzählt hatte. Das Büro suchte keinen Architekten sondern einen Zeichner. Ich nahm ihn trotzdem an denn ich wollte aus der Bude raus. Ich traf mich weiter mit Caroline. Wenn wir zu zweit unterwegs waren war sie so ganz anders. Sie zeigte mir die Stadt. Mein französisch wurde immer besser. Wir lachten viel. Auch kamen wir uns immer näher. Ich glaube sie mochte es, dass ich sie nicht nur als das kleine verwöhnte Mädchen sah wie viele ihrer ‚Freunde‘. Sie fühlte sich wohl bei mir. Und ich bei ihr.
Es dauerte ganze drei Monate bis ich mit ihrer Hilfe eine neue Bleibe fand. Ein grosses Zimmer in einer Wohngemeinschaft in der ‚Rue Brochant‘ im 17. Arrondissement. Meine Mitbewohner waren Fred, ein Kunststudent der sich nebenbei als Straßenmaler versuchte. Lien ein chinesischer Kellner der in dem Restaurant seines Onkels arbeitete, sowie Emma, die eigentlich aus der Nähe von Nizza kam und bei einer Eventagentur beschäftigt war. Ich arbeitete viel. Denn das Leben in Paris war alles andere als günstig. Hin und wieder jobbte ich am Wochenende auf Veranstaltungen als Kellner. Wir waren ein bunter Haufen.

Mein kleines Reich wurde stetig komfortabler. Die wenige freie Zeit verbrachte ich weiter mit Caroline. Sie war mit ihrem Jurastudium ein Semester im Rückstand weil sie zuviel Zeit mit den falschen Leuten hinter sich hatte. Sie sah was ich auf die Beine stellte. Das war ihre Motivation. Es war trotz allem eine Zeit der Leichtigkeit. Wir schliefen wenn wir müde waren. Wir aßen wenn wir Hunger hatten, und liebten uns wenn wir Lust hatten. Keine Gedanken an den nächsten Tag, kein Grübeln über Gestern.

Dann kam der Sommer. Emma hatte uns eingeladen mit an die Côte d’Azur zu fahren. Ihre Eltern hatten ein grosses Haus. In dem es Platz ohne ende gab. So fuhren wir mit meinem alten Käfer in den Süden.

Unterschiedlicher können zwei Regionen eines Landes wohl kam sein. Hier im Süden schienen die Uhren langsamer zu laufen. Die Sonne und das Meer taten ihr übriges. All die Hektik und der Trubel der Großstadt wurden durch eine gottgleiche Gelassenheit ersetzt, die ich später, zurück in Paris, vermissen sollte.
Wir lernten das andere Frankreich kennen. Die Menschen hier nahmen sich nicht so ernst. Es gab nichts was nicht auch am nächsten Tag hätte erledigt werden können. Wir saßen in kleinen Cafés direkt am Strand, die Füsse im Sand. Tranken Rosé und aßen frischgegrillten Fisch. Wir spielten Boule mit alten Männern. Schlenderten über Märkte und vergassen die Zeit. Paris war soweit weg.

Das Haus hatten wir meistens für uns alleine. Wir schliefen oft lange so das alle schon ausgeflogen waren wenn wir aufstanden. Ich liebte es dann im Garten zu liegen. Umgeben von Lavendel, Olivenbäumen und dem Singen der Zikaden. Liebte es, meine kleine Caroline dabei zu beobachten wenn sie sich fertig machte. Wenn sie bei offenem Fenster, nur im Slip vor dem Spiegel stand, sich eincremte, dabei ihrem Spiegelbild prüfende Blicke zu warf. Ich war fasziniert von der Ernsthaftigkeit mit der sie das tat. Momente einer flüchtigen Intimität und uninszenierter Schönheit. Ich hatte mich verliebt, soviel stand fest.
Und nicht nur in Caroline.
Charles

Eine ganz besondere Nacht

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Wir haben die ganze Nacht getanzt. Nun sitzen wir im Auto. Das Dach ist auf und wir fahren Richtung “Cabbason Plage“. Eine kleine Bucht an der Coté Azur. Dort kann man die Sonne über dem Meer aufgehen sehen. Der warme Wind umschmeichelt unsere Haut. Die frische Luft tut uns gut. Der salzige Duft des Meeres wird mit jedem Kilometer intensiver.

Ich hatte dir eine besondere Nacht versprochen. Du hattest mich auf dem Golfplatz geschlagen und das war der Einsatz. Wir waren Essen in dem kleinen Lokal am Hafen von Lavandou. Frischer Fisch und allerlei leckere Sachen. Das alles genossen wir bei einer Flasche Rotwein und Kerzenlicht.

Jetzt sitzt du neben mir. Du siehst toll aus, so wie du dich in den Sitz schmiegst. Der Wind der mit deinem Haar spielt und deine Haut in diesem ganz besondere Licht, das es nur ganz kurz vor dem Aufgehen der Sonne gib. Dazu dieses kurze Kleid was ich so an dir mag und das erahnen lässt was sich darunter verbirgt. Ich muss mich aufs Fahren konzentrieren denn es fällt mir schwer den Blick von dir zu lassen. Ich hab Lust auf dich!

Es sind Augenblicke wie dieser. Momente nur, die alleine schon genug wären um auf ein erfülltes und glücklichen Leben zurück zu blicken. Wir sind da, ich schau dich an, und denke mir was es doch für ein Glück ist dich zu kennen und mit dir solche Augenblicke zu erleben. Ich parke den Wagen, wir ziehen unsere Schuhe aus. Ich hole eine decke aus dem Kofferraum, zwei Gläser, den Prosecco und die Weintrauben die ich heute noch besorgt habe.

Der Strand ist menschenleer. Der Sand warm und weich. Du läufst los und lässt deine Füße von Meerwasser umspülen, während ich die Decke ausbreite und uns die Gläser fülle schaue ich dir zu. Wow!!! Als du zurück kommst fängt hinter dir die Sonne an auf zugehen. Was für ein Anblick, du vor der aufgehenden Sonne – unbeschreiblich.

Du legst dich zu mir, wir schauen aufs Meer hinaus und geniessen das Schauspiel das sich uns gerade bietet. Als die Sonne sich aus dem Meer erhoben hat drehe mich zu dir und schaue dich an. Deine Augen strahlen. Ich küsse zärtlich deinen Mund, unser Lippen berühren sich kaum. Du öffnest langsam die Lippen und unsere Zungen spielen mit einander, das Küssen wird immer leidenschaftlicher.

Verlangen kommt in uns hoch. Lust auf mehr. Ich will dich verzaubern, dich mitnehmen auf eine Reise für die Sinne. Ich knöpfe langsam dein Kleid auf bis es zu beiden Seiten herunter fällt und fange an dich mit den Fingerspitzen zu berühren, umfahre die Rundungen deiner Brüste, streiche dir kaum spürbar über den Bauch. Dabei schaue dich an. Wie wundervoll du bist, du hast die Augen geschlossen und geniesst mein tun.

Meine Finger finden den Weg an immer neue Stellen auf deiner glatten weichen Haut. Einen Finger am Ansatz deines knappen Höschens entlang fahrend entlocke ich dir ein leises Stöhnen. Du lässt dich immer mehr fallen. Ich sehe wie sich dein Bauch hebt und senkt. Dein Atmen wird schwerer unter meinen Berührungen. Die Hand an deinem Slip fängt nun an, diesen, langsam, Stück für Stück von dir zu streifen. Du ziehst die Beine ein wenig an und hebst dein Becken um mir die Sache zu erleichtern. Ich streife dir dein Höschen ganz ab und fahre danach mit meinen Händen an der innen Seite deiner Oberschenkel entlang. Die Lust in dir scheint sichtlich zu steigen denn dein leises Stöhnen, das heben und senken deiner Bauchdecke wird immer intensiver. Du streichelst deine Brüste, deren süße Nippel fest abstehen.

Eine Hand zwischen deinen Beinen, drücke ich diese leicht auseinander um an den Innenseiten deiner Oberschenkel so entlang zu fahren das ich dich so gerade eben nicht da berühre wo ich es jetzt schon gerne tun würde. Aber ich möchte deine Lust noch steigern und diese Nacht mit dir zu etwas ganz Großem machen. Ich küsse mich langsam deinen Bauch hinunter, nehme deinen Duft in mich auf, will jeden Millimeter an dir verwöhnen. An deinem Schoß angekommen, fange ich an dich mit den Lippen und meiner Zunge zu verwöhnen. Sachte und zärtlich küsse ich jeden Quadratzentimeter um deine empfindlichste Stelle. Erforsche die zarte Gegend zwischen deinen Schenkeln. Der Duft lässt die Lust in mir weiter aufsteigen, dabei streichel ich mit meiner Hand weiter deine Beine. Ich kann mich kaum noch zurückhalten. Dein Stöhnen wird immer lustvoller. Ich will dich. Jetzt.

Die Sonne strahlt in warmen Licht und das Meer, glitzert wie Millionen von Diamanten.
Ich schau zu dir auf. Deine Augen sind geschlossen, du genießt meine Berührungen. Dann sehen wir uns an, du ziehst mich auf dich und hältst mich ganz fest. Wir lieben uns als wenn es kein Morgen geben würde. Danach schmiegen wir uns aneinander, halten uns fest, küssen uns. Wir genießen jede Sekunde diese Momentes…

Denn Leben, das sind nicht die Momente in denen wir atmen, sondern die Momente die uns den Atem nehmen. So wie jetzt.

Charles

Paris 1988-1990 [chapter one]

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Es regnete als ich in der ‚Rue de Chabrol‘ ankam. Hier sollte meine neue Bleibe sein. Jules, ein Freund von der Uni, der bei uns ein Jahr lang Austauschstudent war, hatte sie besorgt. Es war eine Ecke von Paris die in keinem Reiseführer auftaucht. Nicht mal als Geheimtipp. Die Häuser waren schäbig. Überall stand Müll auf den Gehwegen und es roch auch so.

Ich fuhr meinen alten Käfer durch die schmale Einfahrt auf den Hinterhof. Hier sah es auch nicht besser aus. Ein Paar Araber saßen dort unter einem kleinen Vordach, rauchten und schauten zu mir rüber. Ich stieg aus und schaute mich nach dem Eingang um. Eine Madame Delacroix sollte den Schlüssel haben. Ich fand den Namen auf der Tafel mit den Klingeln. Madame Delacroix war die Hausverwalterin, um die fünfzig und vom Leben gezeichnet. Sie zeigte mir mein Zimmer, redete die ganze Zeit. Ich nickte freundlich, verstand aber nur die Hälfte. Sie wollte Geld, die Miete für einen Monat im Voraus. Ich gab ihr das Geld und bekam den Schlüssel.

Das Zimmer war ein Loch. Ich setzte mich auf die Bettkante, schaute mich um. Es war diese Art von möblierten Zimmer wie ich es eigentlich nur aus amerikanischen Filmen kannte. Ein Bett, eine kleine Kommode auf der ein alter Wecker stand. Ein kleiner Schrank, daneben ein Waschbecken. Die Dusche war auf dem Flur, wie auch die Toilette. Ein Tisch mit zwei Stühlen und einem kleinen brummenden Kühlschrank, das wars. Alles uralt, die Wände feucht. Aber es war billig. »Ich würde mir schnell was anderes suchen müssen« dachte ich.

Ich ließ mich nach hinten fallen und schloss für einen Moment die Augen.
»Auf was hatte ich mich da eingelassen? Wie sollte das werden? Was macht Julia wohl gerade?« Fragen über Fragen. Ich nickte kurz ein. Als ich wieder aufwachte klopfte es an der Tür. Es war Jules. Er hatte zwei süsse Mädchen im Schlepptau. »Hallo Charles, ich wollte dich abholen, um die Häuser ziehen, wie früher« sagte er mit seinem französischen Akzent. »Nettes Zimmer« sagte das Mädchen mit den langen schwarzen Haaren und verdrehte dabei die Augen. »Hat bestimmt Jules besorgt« dabei schaute sie ihn finster an. »Wir müssen was anderes suchen« sagte sie und gab ihm erst einen Stups dann küsste sie ihn.

Das andere Mädchen war klein und zierlich, ein wenig schüchtern aber mit einem süssen Lächeln. Als wir uns auf den Weg machten, nahm sie meine Hand. Wir zogen durch ein paar Bars. Tranken hier und da was. Später endeten wir in einem Club. Die Mädchen tanzten. Jules und ich redeten über alte Zeiten und darüber wie es weiter geht. »Ich hab einen Job für dich bei einem Architekturbüro mitten im Zentrum« sagte er und klang dabei sehr zuversichtlich. Er gab mir einen Zettel, darauf die Adresse, morgen Mittag sollte ich mich vorstellen. »Dann schaute er zu der kleinen mit dem süssen Lächeln. »Pas mal, n’est-ce pas ? Das ist Caroline ihrem Vater gehören ein paar Mietshäuser hier in der Stadt, ist ein bisschen schüchtern« Gegen drei Uhr brachten sie mich wieder zu meiner Bleibe. Carolin brachte mich bis vor die Haustür. Die anderen beiden machten im Auto rum. »Au revoir Charles« sagte sie, gab mir einen Kuss, bei dem sie sich auf die Zehenspitzen stellen musste. »Au revoir Caroline« erwiderte ich. Sie ging zu den anderen und ich schaute ihr nach. Als sie ins Auto stieg schenkte sie mir noch ein Lächeln.

Der Regen hatte wieder zugenommen. Aber Paris wurde gerade immer besser.

Charles

 

Julia

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Wenn die Musik begann fing sie an zu strahlen. Musik war ihr Leben. Tanzen war ihr Leben. Wenn sie Musik hörte tanzte sie. Dabei vergaß sie die Welt um sich herum. Vergaß den scheiss Job im Supermarkt. Den Abteilungsleiter der ihr schon so oft an die Wäsche wollte und die anderen Frauen, die hinter ihrem Rücken redeten. Wenn sie tanzte war sie glücklich.

Hier im Club war sie Julia. Ein kleiner Star. Es störte sie nicht wenn ihr die Kerle auf ihre Arsch glotzten. Jeder wollten mit ihr Tanzen. Viele wollten sie nur ficken. Geilten sich auf an ihren Bewegungen. Standen da, die Hände in den Hosentaschen und spielten mit ihrem Schwanz. Manchmal ging sie zu einem mit nach Hause. Sie dachte vielleicht ist es diesmal der Richtige. Manchmal hielt es ein bis zwei Wochen. Sie wurde immer wieder enttäuscht.

Sie suchte sich immer die Falschen aus. Kerle die was her machten, mit ihren dicken Ketten um den Hals. Die mit ihren Autoschlüsseln spielten. Die ihr Drinks spendierten. Doch sie behandelten sie schlecht. Dann war sie traurig bis zum Wochenende. Bis sie wieder tanzen konnte.

Julia wohnte in einer kleinen hübschen Wohnung. Nichts besonderes aber ihr kleines Reich. Der Nachbar kümmerte sich um sie, wenn sie wiedermal Zuhause saß und weinte. Er war liebevoll und fing sie immer wieder auf. Er liebte sie und es brach ihm jedes mal das Herz wenn so ein Arsch sie wieder enttäuscht hatte. Julia merkte es nicht. Er war nicht ihr Typ. Er war so ganz anders als die Männer mit denen sie was haben wollte.

Es war noch sehr früh an diesem grauen Sonntagmorgen im Herbst. Julia weinte als sie aus dem Auto stieg. Der Kerl fuhr gleich davon. Sie war wieder auf so ein Arschloch reingefallen. Hatte sich zu viele Drinks spendieren lassen. Er hatte sie gleich auf dem Parkplatz hinterm Club gefickt. Sie hatte ihm einen geblasen. Danach hatte er von seiner Frau und den Kindern erzählt. Warf sie dann weg wie ein gebrauchtes Spielzeug.

Sie ging hoch, klopfte an die Tür ihres Nachbarn. Nichts tat sich. Sie klopfte nochmal. Er war fort, einfach weg. Kein Name mehr an der Tür. Nichts. Sie ging in ihre Wohnung. Im Flur sah sie in den Spiegel und hasste das was sie sah.

Noch nie hatte sie sich so einsam gefühlt.

Ich war auf dem Weg nach Frankreich in eine unbestimmte Zukunft.

Charles

Das Klassentreffen [chapter three ]

 dusche

Langsam schwang die Tür auf. Ich lehnte mich in den Türrahmen und schaute zu. Ich sah einen süßen Hintern. Die Umrisse erkannte ich, obwohl ich dieses Bild vorher nie gesehen hatte. ‘Carmen’, sie war nicht gegangen. Das also sollte der Blick bedeuten. Sie stellte die Dusche ab, öffnete die Kabinentür, nahm sich ein Handtuch und band es sich um. Sie trat aus der Dusche, kam auf mich zu, gab mir einen Kuss und sagte »Beeil dich«. 

Küsste mich nochmal und hüpfte ins Bett. Ich sagte nichts. Sprang auch schnell unter die Dusche und legte mich dann zu ihr. Wir schauten uns an. »Was machst du hier?« fragte ich. »Wo nach sieht es denn aus?« Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen. »Hast du dich nie gefragt, wie es gewesen wäre mit mir zu schlafen?«

»Doch das hab ich, hab mir alles mögliche vorgestellt«

»Dann tu es, tu es so wie du es dir vorgestellt hast. Wir haben nur diese eine Nacht. Keiner weiß das ich hier bin. Nur du und ich« sagte sie. Wir küssten uns. Immer fordernder. Sie reagierte auf meine festen Hände an ihrem Körper. »Mhmmm« kleine spitze Töne die nach mehr verlangten. Ich packte immer fester zu, presste sie an mich. Ihr Körper drängte sich mir entgegen. Als ich ihr zwischen die Beine griff, spürte ich wie feucht sie war und immer wieder diese Töne. Doch bevor ich ihr einen Finger in die Muschi stecken konnte, rutschte sie weiter nach unten. Küsste meine Brust runter zum Bauch und griff sich meinen harten Schwanz. Im nächsten Moment hatte sie ihn auch schon mit ihren Lippen fest umschlossen. Wie ausgehungert saugte sie daran. Ich griff mir ihre Haare hielt sie fest. Was hier gerade passierte hätte man diesem unschuldig wirkenden Geschöpft nicht zugetraut.

Sie merkte das Pochen in meinem Schaft. Lies von mir ab und kniete sich auf all Viere. »Benutz mich«. Dabei streckte sie mir ihren kleinen geilen Hintern entgegen. Sie wollte Sex und sie wollte ihn hart und ein wenig dreckig. Fest packten meine Hände ihre Hüften und mit einem harten Stoß drang ich in sie ein. Ihre kleinen Töne wurden zu einem Stöhnen. Als ich mich dann noch in ihren Haaren fest krallte und sie nach hinten zog, wurde aus dem Stöhnen ein langer Schrei.

Wir kamen langsam wieder runter. Erschöpft lagen wir nebeneinander.

»Danke Charles« sagte sie,und legte ihren Kopf auf meine Brust.

Eine Weile schwiegen wir. Dann stand sie auf und fing an sich anzuziehen.

»Ich muss los« hörte ich sie sagen. »Was ist passiert?« sagte ich.

Sie kam zu mir und wir küssten uns. »Ich wollte wissen wie es ist als Frau begehrt zu werden« Sie nahm ihre Tasche und ging. Mit einem klicken fiel die Tür hinter ihr ins Schloss. 

Charles

Das Klassentreffen [chapter two]

carmen
Carmen war verheiratet. Ihr Mann war Politiker, stand im öffentlichen Leben und war viel unterwegs, erzählte sie. Sie hatten ein schönes Haus am Stadtrand. Zwei Kinder die in Berlin lebten. Klang alles ganz gut.
Ich erzählte von meinem Leben in Frankreich, von den schwierigen Anfängen in Paris. Bis zu meinem Leben nun im Süden. Wo ich alte Häuser kaufe, sie dann auf  Wunsch oder nach eigenem Gusto umbaue, um sie dann an Menschen aus aller Welt zu verkaufen. Von meiner Exfrau die es in Frankreich nicht ausgehalten hatte.Es hatte sich die alte Clique wieder gefunden. Es war wie damals auf den Partys oder an den Abenden am See. Wir redeten und tranken bis spät in die Nacht. Ich saß neben Carmen, immer wieder berührten wir uns wie zufällig. Doch wir wussten beide das es anders war. Irgendwann sagte Carmen »Ich werd dann mal« Sie warf mir einen Blick zu, der alles und nichts bedeuten konnte. Ich war ein wenig enttäuscht. Hatte die anderen verabschiedeten sie. Ich nahm sie in den Arm und hielt sie einen Moment fest. Ohne ein Wort ging sie. Mir blieb nur dieser Blick, der irgendwas trauriges hatte.Wir anderen redeten weiter. Die Jungs schimpften auf alles und jeden. Von Sabine erfuhr ich, dass bei dem Ein oder Anderen nicht alles Gold war was glänzt. Trennung hier, Alkoholproblem da und viele bereuten es immer noch hier zu sein.Das alles hinter der Fassade eines Glückes das keins war. Bei Carmen war es unter anderem diese öffentliche Präsenz die ihr neben den andauernden Abwesenheiten ihres Gatten zu schaffen machte. Kein Schritt der nicht einen Tag später in der Zeitung stand. Dann ging der Abend zu ende. Wir verabschiedeten uns. Keiner blieb im Hotel, was ich schade fand. Aber ich war froh meinen Weg gefunden zu haben.

Mit einem lächeln in Gedanken an meine Art zu leben auf den Lippen ging ich an die Rezeption. »Meinen Schlüssel bitte« sagte ich. »Ihre Frau ist doch schon oben« erwiderte der Nachtportier. »Ach ja?« sagte ich. Schaute mich um, dann ging ich rauf in mein Zimmer. Die Tür war nicht verschlossen. Als ich rein ging viel mir gleich der Duft auf. Den hatte ich heute schon mal in der Nase. Auf dem Boden lagen schwarze Pomps ein bisschen weiter ein schwarzes Kleid. Ich ging weiter ins Schlafzimmer dort lagen ein BH und ein winziges Höschen. Im Bad hörte ich wie jemand duschte. Ich öffnete die Tür…

 Charles

Das Klassentreffen [chapter one]

 klasse
Sie hatten ein kleines Hotel als Location für den Abend ausgesucht. Jahrgangstreffen nach 25 Jahren. Ich reiste damals aus Frankreich an. Eines der sieben Zimmer war für mich. Das hatte Charme. Als ich ankam war das Treffen schon im Gange. Ich ging an die Bar, bestellte mir einen Drink und schaute mich erstmal um. An den Tresen gelehnt lies ich meinen Blick schweifen. 25 Jahre sind eine lange Zeit. Die an uns allen nicht spurlos vorbei gegangen war. Ich versuchte den ein oder anderen wieder zu erkennen. Es gelang mir kaum. Zuviel war wohl in den letzten Jahren passiert.

Ich war damals sehr schnell weg von der Schule. Hatte eine Lehre als Bauzeichner begonnen. Weiter die Schule besucht und bin ein paar Jahre später als Architekt nach Frankreich gezogen. Die anderen waren hier geblieben. Es gab neben mir noch zwei Mädchen die es geschafft hatten dem Muff dieses kleinen Städtchens zu entkommen. Sie waren ihren Männern gefolgt. Beruflich bedingt. Der Rest lebte hier. Hatte Haus und Garten. Eine trügerische Idylle wie sich noch rausstellen sollte.

Susanne war die erste die mich sah und erkannte. »Charles du bist schon da, wie schön» wie ich es aus Frankreich gewohnt war drückte ich ihr drei Bisous auf ihre Wangen. Sie genoss es. »Tolles Hotel habt ihr da ausgesucht« sagte ich und wir schauten uns weiter um. Es fanden sich die alten Grüppchen wieder. Carmen war auch da. Wir hatten damals in der Abschlussklasse mal was gehabt, hatten rumgemacht waren aber nie miteinander in die Kiste gegangen. »Hallo Charles, schön dich zu sehen« ihre Augen st rahlten. »Salut» sagte ich und strahlte ebenfalls wie ein Erdmännchen auf Traubenzucker. Sie sah toll aus in ihrem Etuikleid und den Pomps. Dem geilen Hintern schienen die Jahre nichts angehabt zu haben. Der Abend nahm seinen Lauf, wir drehten ein paar Runden zusammen. Wir redeten, tanzten und tranken. Wir waren wieder zurück in der guten alten Zeit…

Charles