Anca’s Augen [chapter three]

augen

So hier nun der letzte Teil. Die ganze Geschichte gibt es hier.


Ich führte sie die enge Treppe hinunter. Sie hielt meine Hand ganz fest. Unten traten wir in einen grossen Raum. Hier war alles so wie es Maximilian hinterlassen hatte. Das Licht war schummrig. Große Fässer standen an einer Wand. Überall gab es kleine Ecken mit hölzernen Kisten. In einer Nische ein riesiger Trog der fast bis unter die hohe Decke reichte. Daran eine eiserne Treppe. Hier gärte der Wein. Auf einem kleinen Tisch stand ein altes Grammophon. Eine andere Wand schmückte ein Weinregal. In der Mitte des Raumes ein grosser Tisch aus alten Eichenbohlen, darauf ein paar Kerzen. Dazu Stühle und eine große Bank. Anca schritt durch den Raum. Das klackende Geräusch ihrer hohen Schuhe schallte von den Wänden zurück. Sie schaute sich um.

»Wie mag das wohl gewesen sein?« fragte sie mit dem Rücken an die steinerne Wand gegenüber dem Trog gelehnt und ihr Blick verriet sie. Sie versuchte sich vorzustellen wie gewesen sein muss. Hier alleine mit Maximilian.

»Was meinen sie?« erwiderte ich und trat an sie heran.

»Na hier in diesem Keller, alleine mit…« ich legte sanft einen Finger auf ihre Lippen.

»Psst« hauchte ich in ihr Ohr.

Mein Finger fuhr langsam über ihr Kinn den schlanken Hals hinunter. Sie schloss die Augen.

Als ich an ihr runter schaute, sah ich wie sich ihre harten Brustwarzen unter dem Kleid abzeichneten.

»Du willst wissen wie es war, hier im Keller verführt zu werden« sagte ich, meinen Mund immer noch dicht an ihrem Ohr.

Ein leises »Ja« kam über ihre Lippen.

Sie schaute mich an. Noch nie hatte ich solch einen Blick gesehen. Diese Augen hatten ihren eigenen Zauber.

Meine Hand glitt weiter runter zwischen ihren Brüsten bis hinunter zum Bauch. Ich spürte wie ihr Atem schneller wurde.

Meine andere Hand fuhr über ihren Rücken bis zu der Schleife aus schwarzer Spitze. Langsam zog ich daran bis sie sich öffnete und ich das ganze Band in der Hand hielt. Dann drehte ich sie um. Legte es vorsichtig über ihre Augen und zog es hinten fest. Ich nahm ihr Arme und führte sie nach oben. Ihre Handflächen gegen die kalte Mauer gedrückt.

»Bleib so! Ich zeige es dir.« zärtlich küsste ich ihren Hals, die Schultern.

Ich ging zu dem Grammophon auf dem eine alte Schellackplatte lag, pustete den Staub ab, drehte die Kurbel. Kurz drauf hörte man Jean Sablon »J’attendrai«.

Ich ging zurück zu Anca. Stellte mich ganz dicht hinter sie, legte meine Hände an ihre Hüften und zog sie zu mir. Sie lehnte sich an mich und wir wiegten uns im Takt der Musik. Anca presste ihren süssen Po gegen mein Becken. Sie wusste was sie wollte und sie sollte es bekommen. Wir bewegten uns durch den Raum. Ihre Hände legte sie dabei an meine Beine. Ich streichelte ihre Brüste, küsste zärtlich ihren Hals. Unsere Berührungen wurden immer fordernder. Als die Musik zu Ende war standen wir an dem grossen Eichentisch. Sie drehte sich zu mir, als ich ihr das schwarze Band von den Augen nehmen wollte hielt sie meine Hand fest.

»Nicht« sagte sie.

Dann küssten wir uns. Erst zärtlich, dann immer leidenschaftlicher. Wir pressten unsere Körper aneinander. Sie spürte meine Erregung. Ich zog ihr das Kleid hoch über ihren Po und hob sie auf den Tisch. Sie lehnte sich zurück. Die Arme weit nach hinten gelegt lag sie da voller Erwartung. Meine Küsse wanderten von ihrem Bauch immer tiefer bis in ihren Schoß. Ich zog ihren Slip mit beiden Händen langsam von den Schenkeln. Als mein Zunge sie berührte, kam ein wohliges Stöhnen über ihre Lippen. Ich wollte sie verwöhnen. Hielt ihre Beine an den Fesseln. Küsste und leckte ihre Muschi, spielte mit meiner Zunge. Ich sah wie sich ihre Bauchdecke immer heftiger auf und ab bewegte. Ihr Atem wurde immer schneller. Ich öffnete meine Hose und drang mit einem langsamen Stoß in sie ein. Ihre Beine an den Fesseln gepackt, fickte ich die Frau eines Klienten und es war mir egal. Immer heftiger wurden meine Stöße. Anca biss sich auf einen Finger als wir beide uns in unserer Lust vergaßen. Lautes Stöhnen erfüllte das Gewölbe als ich mich in ihr ergoss.

Dann wurde es still. Nur unser beider Atem war zu hören. Ich beugte mich vor küsste sie sanft und streifte ihr das Spitzenband von den Augen. Einen Augenblick, uns zärtlich küssend, verweilten wir so. Nachdem wir uns wieder angezogen hatten sahen wir uns an. Ich konnte in ihren Augen alles sehen. Sie war mit mir gereist, in eine andere Zeit.

Wir gingen nach oben. Es war mittlerweile Dunkel. Nur ein paar Lampen um den Pool tauchten den Garten in ein magisches Licht. Zurück an den kleinen Tisch. Ein kleines Kätzchen saß dort und machte sich über den Käse her. Als es uns sah, verschwand es unter einem der Fliederbüsche.

»Gehört die auch dazu? sagte Anca mit einem Lächeln.

»Wenn man gut zu der Kleinen ist bleibt sie bestimmt« erwiderte ich.

Wir setzten uns und tranken noch einen Schluck Rosé. Anca nahm das Schälchen mit dem Käse und stellte es neben sich auf den Boden. Der Himmel war sternenklar. Das Singen der Zikaden war leiser geworden als noch am Tag. Wir sagten nichts. Dann brachte ich sie zu ihrem Wagen.

»Merci!« sagte sie als wir uns verabschiedeten.

»Ich will das alles so bleibt wie es ist, keine Änderungen mehr«

»Maximilian muss die Frauen geliebt haben« ihre Augen funkelten verträumt.

»Jede einzelne« sagte ich, dabei küsste ich zärtlich ihre Wangen.

Nach dem sie gefahren war ging ich nochmal in den Garten. Setzte mich, trank einen letzten Schluck.

Das Kätzchen hockte vor dem Schälchen mit Käse und blieb.

Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen.

Charles Henry

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5 Gedanken zu “Anca’s Augen [chapter three]

  1. Welche sinnlich-leidenschaftliche Frau wäre nicht auch dem Zauber dieser golddurchwirkten Stunde des Tages verfallen?
    All deine Geschichten sind so bildhaft, dass ich die Gänsehautatmosphäre spüren kann und „dabei“ bin.
    Ach ja, irgendwo muss ich mein schwarzes Spitzenband verloren haben … 😉

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